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[Review] Pink Gellac LED Nagellack Starter Kit L

Es ist schon länger her, dass ich ein Starter Kit von Pink Gellac zum Testen erhalten habe, ehrlich gesagt schon mehrere Monate … jetzt endlich habe ich den Lack getestet und möchte Euch über meinen Eindruck berichten.Doch was ist Pink Gellac eigentlich und welche Vorteile, gegenüber normalen Nagellack, verspricht die LED-Technologie?
Pink Gellac ist ein Unternehmen aus den Niederlanden und wirbt damit die Nr. 1 auf dem Gebiet der UV/LED-Nagellacke zu sein.
Der Lack trocknet nicht wie normaler Nagellack an der Luft, sondern wird mit LED-Licht ausgehärtet. Ähnlich wie bei Gelnägeln, diese müssen allerding modelliert und nicht einfach nur lackiert werden.

Inhalt

Erhalten habe ich ein gut verpacktes Starter Kit*, enthalten waren:

  • 1 LED-Lampe
  • 1 Flasche Cleaner
  • Remover-Pockets, Nagelfeile, Rosenholzstäbchen
  • Nail-Wipes
  • Base-Coat
  • Top-Coat
  • 1 Farblack: Tropical (dieser war standardmäßig dabei)

Zusätzlich konnte ich mir noch drei Farblacke zusätzlich aussuchen. Meine Wahl fiel auf:

  • Bordeaux
  • Pure Cashmere
  • Velvet Purple

Um das Set zu testen, habe ich mich zunächst für die nudigste der Farben entschieden: Pure Cashmere*.

Anwendung

Und nun zur Anwendung, die eigentlich ganz einfach ist. „Eigentlich“… aber dazu später.
Wichtig ist, dass man erst die eine Hand fertig stellt und dann die zweite, so verhindert man, dass man zwischendurch an die Nägel fasst.

  1. Nägel feilen, Nagelhaut zurückschieben, Nageloberfläche anrauen. Danach müssen die Nägel noch entfettet werden, hierzu gibt man etwas von dem Cleaner auf eines der beiliegenden kleinen Tüchlein (Nail-Wipes).
    Eine Feile zum feilen ist enthalten, allerdings war mir diese etwas zu grob zum anrauen der Nägel, ich habe lieber eine andere verwendet 😉
  2. Eine dünne Schicht Basecoat auftragen und 15 Sekunden unter der LED-Lampe aushärten. Praktisch ist, dass die LED-Lampe nach dem Einschalten 1 Minute lang leuchtet und dann automatisch wieder ausgeht. Mach 30 Sekunden ertönt ein Piepton, so kann man die Zeitspannen gut abschätzen, auch ohne Stoppuhr daneben.
    Der Basecoat hat mir allerdings Probleme bereitet, denn er ist sehr dickflüssig. Da eine dünne Schicht zu stande zu bekommen ist gar nicht so einfach. Zumal man auch höllisch aufpassen, dass der Lack nicht zu nah an den Nagelrand kommt.
  3. Nach dem Basecoat folgt der Farblack. Er wird so aufgetragen wie normaler Nagellack. Die Konsistenz von Pure Cashmere ist besser, als die vom Basecoat, allerdings ist die Deckkraft nicht 100% überzeugend. Die Farbschicht muss nun ganze 60 Sekunden unter die LED-Lampe. Die schlechte Deckkraft erfordert eine zweite Schicht des Farblacks, auch diese wird wieder ausgehärtet.
  4. Zum Schluss folgt dann der Topcoat. Und hier kommen wir zum größten Problem: Der Topcoat ist viel zu flüssig! Es ist mir kaum gelungen, den Topcoat sauber auf die Nägel aufzutragen. Laut Anleitung soll es nur eine sehr dünne Schicht sein, ist auch besser so, da die restlichen Schichten schon genug auftragen. Ergebnis war dann eine sehr dünne Schicht, die sich aber leider auch über die Nagelhaut erstreckte.
    Es ist wichtig, dass man das Cleaning vor dem Aushärten erledigt, sonst hat man keinen Spaß. Da ich mir nicht sicher war, ob sich Aceton mit den Lacken verträgt, habe ich das Cleaning nur mit dem Rosenholzstäbchen erledigt. Das war wohl ein Fehler. Ich dachte, ich hätte alles ordentlich versäubert. nach dem Aushärten, musste ich aber feststellen, dass dies nicht der Fall war.
    Um die meisten Nägel herum war eine Kante mit Topcoat zu sehen 🙁 Da ich das bereits von Gelnägeln kannte, habe ich die Kanten etwas abgefeilt. Natürlich immer darauf bedacht, den Topcoat nicht vom Nagel herunterzufeilen.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

Man sieht, dass der Topcoat zu nah an die Nagelhaut gelangt ist, das konnte ich leider nicht mehr retten, ich wüsste aber ehrlich gesagt auch nicht, wie ich das das nächste Mal verhindern sollte.

Noch ein Fehler, den ich gemacht habe: Ich habe mich exakt an die beiliegende Anleitung gehalten. Das heißt, ich habe die Nägel vorn nicht ummantelt. Ich dachte kurz darüber nach, erinnerte mich dann aber an meine Erfahrungen mit Gelnägeln und dem Gefühl, wie das Gel unter den Nagel läuft und dort aushärtet und verwarf den Gedanken gleich wieder.

Leider hatte dies zur Folge, dass sich der Lack an der Nagelspitze etwas zusammengezogen hat („Shrinking“) und es beim genauen Hinsehen doof aussieht 🙁Zudem sind die Nägel recht dick, nach dem Auftragen der verschiedenen Schichten. Am Anfang dachte ich, ich könnte das so auf keinen Fall tragen, nach einem Tag hatte ich mich aber daran gewöhnt und es war nicht mehr so schlimm. Aber selbst meinem ♥-Mann ist das aufgefallen, das soll schon was heißen 😉

Hier noch ein paar Bilder von nahem:

Die Farbe von Pure Cashmere gefällt mir dennoch sehr gut. Es ist ein wunderbar nudiger Ton, der sich perfekt für den Alltag eignet. Halten soll der Lack bis zu 14 Tage. Was den Lack betrifft, traue ich ihm die lange Haltbarkeit auf jeden Fall zu, denn ich hatte während des Tragens überhaupt keine Probleme, der Lack hält wirklich bombenfest, egal wie stark ich meine Nägel belastet habe, es ist nichts passiert.
Allerdings hatte ich nach gut 7 Tagen dringend das Bedürfnis den Lack zu entfernen, da er mir einfach zu sehr rausgewachsen war. Das ist aber auch der einzige Grund fürs Entfernen.

Apropos Entfernen: Hierfür muss die oberste Lackschicht zunächst mit einer Feile abgetragen werden, hierfür war die grobe Feile perfekt! Man feilt so lange, bis die glänzende Schicht entfernt ist.
Danach nimmt man sich die Remover-Pockets zur Hand und steckt in jedes einen Nagel hinein. In den Pockets befinden sich kleine Tüchlein, die mit Entferner getränkt sind. Wenn man es geschafft hat, alle Nägel mit den Pockets zu versorgen, sieht es dann so aus:

Wie man sieht: Sehr unhandlich 🙂 Zumindest, wenn man es so macht, wie ich… denn wie ich hinterher bei Jasmin gelesen habe, sollen sich Klebestreifen an den Tütchen befunden haben, mit denen man diese entspannt um den Finger wickeln und festkleben kann 😀 Tja, hätte ich das mal vorher gewusst!
Nach einer Einwirkzeit von ca. 15 Minuten soll der Lack dann soweit angelöst sein, dass man ihn mit einem Rosenholzstäbchen einfach entfernen kann.Dies hat bei mir nicht so recht funktioniert, der Lack war noch nichrt ausreichend angelöst, auch noch weiteren 10 Minuten, war der gewünschte Effekt nicht zu erkennen. Ich habe den Lack dann mit etwas mehr Kraft von den Nägeln entfernt.
Dass es nicht geklappt hat, kann aber auch an der falschen Befestigung der Pockets gelegen haben.

Fazit:

Ich hatte vermutet, mit so einem Set richtig Zeit zu sparen, weil der Lack ja in der Lampe trocknet und man nicht darauf waren muss, dass der Lack an der Luft trocknet. Positiv ist, dass der Lack sofort trocken und fest ist, aber so richtig Zeit spart man nicht. Die Vorarbeit ist umfangreicher und dann muss man zwingend immer 1 Schicht Basecoat, 2 Schichten Farbe (wird auch für die bessere Haltbarkeit empfohlen) und 1 Schicht Topcoat lackiert und ausgehärtet werden. Man muss beide Hände getrennt behandeln – das mache ich bei normalen Lacken eigentlich nie 🙂
Zudem braucht die Entfernung viel mehr Zeit.
Positiv hervorzuheben ist aber, dass man sich über die Haltbarkeit überhaupt keine Gedanken machen muss,  man kann Putzen, Räumen, Pakete auspacken, Dosen öffnen etc. und der Lack hält. Super!

Auch die Farbauswahl ist sehr umfangreich, da ist wirklich für jeden etwas dabei. Auch ist gut, dass beim Set bereits mehrere Farblacke dabei sind, allerdings kostet das Set auch über 100 € (Stand 24.01.17, www.pinkgellac.de)

Wie bei vielen Dingen, muss man abwägen, ob der Lack den gewünschen Mehrwert bietet. Wenn Zeitersparnis das Ziel ist, ist es wohl nicht das richtige, geht es um die lange Haltbarkeit und die Sorgenfreiheit während des Tragens ist es auf jeden Fall das richtige, wenn auch für nicht wenig Geld.

 

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1 Kommentar

  • Antworten Meike

    Mutig, mutig, dass Du Dich da rangetraut hast! Danke für den informativen Post – nun weiß ich, wie sowas funktioniert 🙂 Von der Optik gefällt es mir persönlich was die Farbe und den Glanz betrifft sehr gut, aber ich mag nicht so gern, dass die Nägel dadurch dicker erscheinen. Aktuell hadere ich schon damit, dass mein Daumen- und Mittelfingernagel wie vom Hersteller empfohlen wegen Rissen komplett mit dem Nagekleber von Orly bedeckt sind und nun dicker aussehen als die übrigen (dafür hält’s wenigstens 😉 ) Aber ich glaube auch, dass es mir ein wenig zu viel Aufwand wäre, bis das Ergebnis stimmte, da lackiere ich doch lieber konventionell 😉 Für Frauen, die nicht so begeistert oft die Farbe wechseln ist das aber eine tolle Alternative!

    von
  • Ich freue mich auf Eure Kommentare ❤

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